Herzlich Willkommen bei der Evangelisch Lutherischen Kirchgemeinde Mildenau

 

Monatsspruch:

 

Da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut.

 

Matth. 2, 10

 

Was war das für ein Stern, der diese weisen Männer aus Mesepotamien dazu bewog, ihre Heimat zu verlassen und die weite Reise nach Judäa anzutreten? Manche vermuten einen hellen Kometen mit einem Schweif, wie er auf vielen Weihnachtsbildern dargestellt wird. Andere gehen von einer Supernova aus. Wieder andere denken an eine „Konjunktion", also eine optisch sehr nahe Stellung der Planeten Saturn und Jupiter im Jahr 7 v. Chr. Wieder andere meinen, es handelte sich um das Erscheinen von Jupiter im Sternbild Widder, welches für Judäa stand.

 

Endgültig können wir diese Frage nicht lösen. Auf jeden Fall war es für die Gelehrten aus dem Osten klar: Hier hat etwas ganz Außergewöhnliches stattgefunden – und dieser Stern verweist darauf.

Doch wenn ich meinen Blick auf die „heiligen drei Könige" richte, kommt mir das große, ferne Geschehen am Sternenhimmel plötzlich nahe. Sie waren auf der Suche.

 

Auch wenn wir nicht wissen, ob es drei waren (das hat man aus der Anzahl der Geschenke geschlossen). Auch wenn wir nicht wissen, ob es Könige waren (das hat man aus dem Wert der Geschenke geschlossen). Wörtlich waren es einfach „Weise aus dem Osten". Sie kamen aus einer anderen Kultur und Religion nach Israel. Dass sie auch zum Kind in der Krippe finden, ist ein prophetischer Hinweis, dass Jesu Kommen von Anfang an auf die gesamte Menschheit ausgerichtet war.

 

Doch bleiben wir noch bei ihrem Weg dahin. Die gelehrten Männer waren auf der Suche, dem Stern gefolgt. Eine lange Reise hatten sie hinter sich. Sie suchten den neugeborenen König, in dem Wissen, dass es sich um ein Ereignis von kosmischer Bedeutung handelte – „die Sterne" gaben ihnen den Hinweis. Und auf der Suche begegneten sie Gott: vor allem in dem kleinen Kind in der Krippe, später im Traum, vorher aber durch den Stern: Erfreut sind sie, als sie den Stern wieder sehen, nachdem sie im Jerusalemer Palast nicht fündig geworden waren. Der Stern ist ihnen eine Bestätigung, dass sie auf dem richtigen Weg sind.

 

Wir Menschen sind auch auf der Suche. Auf der Suche nach dem richtigen Weg. Unser Land ist auf der Suche nach dem richtigen Weg, um nicht auseinanderzufallen. Die Kirchen sind auf der Suche nach dem richtigen Weg angesichts der Entchristlichung des Abendlandes. Und auch persönlich suchen wir den richtigen Weg für unser Leben in allen Entscheidungen, die wir ständig zu treffen haben.

Die Frage ist nur, wovon wir uns bei dieser Suche leiten lassen. Von den Weisen lernen wir, uns von den Hinweisen Gottes leiten zu lassen – wie die Weisen von dem Stern.

 

Lesen Sie doch einmal die Geschichten von dem Kommen Jesu in Matthäus 1-2 und Lukas 1-2. Oder die Worte der Propheten über den kommenden Herrscher, die 500 Jahre vor Jesu Geburt ausgesprochen wurden in Jesaja 7, Jesaja 9 und Jesaja 11. Oder wie es weiterging mit dem Kind in der Krippe. Was bedeutet IHNEN dieses Kind in der Krippe?

 

Ich bin überzeugt davon: Bei dieser Suche wird Ihnen ein Licht aufgehen wie den Weisen aus dem Osten, und Sie werden hocherfreut!

 

Einen in diesem Sinne erfreulichen Advent und ein ebensolches Christfest wünscht Ihnen – auch im Namen von Pastorin Küchler und Pfarrerin Mehnert –

 

Ihr Pfr. Martin Gröschel

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