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Monatsspruch Juni 2018:

 Vergesst die Gastfreundschaft nicht;
denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, 

Engel beherbergt. 

 

Hebräer 13,2

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

Sind Sie schon im WM-Fieber? Gehören Sie zu denen, die alle wichtigen WM-Termine im Kalender stehen haben? Oder zu den anderen, die eher genervt sind von dem Hype um den Fußball? Manche haben ja auch nur ein müdes Lächeln parat und sagen: „Dann gebt dem Volk halt Brot und Spiele“.

 

Man kann über die Fußball-WM denken wie man will, aber eins ist nicht zu unterschlagen: Es ist eine gute Möglichkeit, Freunde und Bekannte zu treffen. Es ist ein entspannender Termin, gemeinsam Fußball anzuschauen – außer natürlich wenn Deutschland spielt… Man kann sich treffen, einen Sommerabend verbringen, vielleicht ein bisschen grillen und reden.

 

Wer sich gegenseitig einlädt, übt Gastfreundschaft. Ob es immer Engel sein werden, die sich beim Bier über den Schiedsrichter aufregen, weiß ich nicht. Der Hebräerbrief sagt es auch vorsichtig: „einige“ – nicht alle. Aber es spiegelt eine Erfahrung wider: Wer jemanden einlädt, das Haus oder den Garten schön herrichtet, und sich begegnet, wird am Ende selbst beschenkt.

 

Das gilt natürlich noch viel mehr für Gäste, die über Nacht bleiben – oder Gäste, denen wir als Land unsere Gastfreundschaft anbieten, weil sie in Not sind. Da ist viel Begegnung möglich, und ein selber Beschenktwerden.

 

Was ist eigentlich das Geheimnis der Gastfreundschaft?

 

Zwei Dinge sind dafür notwendig. Zum einen, das ich selbst verwurzelt bin und eine Heimat habe. Zum anderen, dass ich ein weites Herz habe für andere.

 

Der katholische Theologe und Philosoph Romano Guardini hat das genauso ausgedrückt: „Um andere Menschen willkommen heißen und ihnen eine Heimat bieten zu können, müssen wir erst selbst eine haben: Gott. … Der Gastfreundschaft tiefster Sinn ist, dass ein Mensch dem anderen Rast gebe auf der großen Wanderschaft zum ewigen Zuhause.“

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen tiefe Wurzeln in Gott und ein weites Herz für andere.

 

Und dann nutzen Sie die Chance und laden Sie andere ein: Ob nun Gäste in unserm Land, Freunde, Bekannte oder Nachbarn. Wer weiß? Vielleicht werden Ihnen ja einige zu Engeln auf Ihrem eigenen Lebensweg.

 

Mit herzlichen Grüßen
auch von Pastorin Küchler

 

Ihr Pfr. Martin Gröschel

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