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Monatsspruch September 2018

 

Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende. (Prediger 3,11)

 

Schönheit.

Erinnern Sie sich noch an Ihren Sommerurlaub? Man fährt in eine schöne Gegend, oder bleibt zuhause. Aber auf jeden Fall genießt man das Leben, die Natur, die Landschaft, vielleicht auch die Kunst – und lässt sich die Welt Geschenk sein.

 

„Gott hat alles schön gemacht", so heißt es im Monatsspruch für September. Das nehmen wir im Urlaub mehr wahr als sonst. Beim Anblick der Alpen staune ich über diese gigantischen Berge. Wenn ich am offenen Meer stehe, halte ich inne – und genieße die Weite und Schönheit des Anblicks.

 

Sehnsucht.

Aber da gibt es auch die andere Seite: Wer einen Berg erklommen hat, bedenkt plötzlich auch, wie klein doch der Mensch ist. Wenn man am Meer steht, und Kinder am Strand spielen sieht, kommt man manchmal auch ins Nachdenken über das Leben. Und dann kann es geschehen, dass sich an irgendwelchen Kleinigkeiten die Sehnsucht entzündet. Die Sehnsucht nach Leben. Die Sehnsucht nach Glück, nach Frieden, nach Geborgenheit und Liebe.

 

Da ist eine Sehnsucht nach Mehr, bei aller Schönheit, die das Leben zu bieten hat. Oder, um es mit James Bond zu sagen: Die Welt ist nicht genug. Der Prediger aus der Bibel meint: Das ist die Sehnsucht nach Ewigkeit. Und die „hat Gott selbst in unser Herz gelegt."

 

Wie gehen wir damit um?

Fakt ist, und das stellt der Prediger klar: Wir werden Gottes Werke und sein Handeln nicht ergründen können. Die Sehnsucht wird bleiben, so lange wir hier auf der Erde leben. Wir müssen sie manches Mal aushalten. Denn wir sind nur Menschen, und nicht Gott.

 

Ich bin aber auch dankbar für diese Sehnsucht. Denn sie erinnert uns daran, dass das hier nicht alles ist. Sie hält uns wach für die Zeit, in der alle Sehnsucht gestillt sein wird. Für den Ort, an dem Frieden und Gerechtigkeit wohnt, und nur noch Liebe regiert. Für Gott selbst und sein Reich, das in Jesus Christus bereits begonnen hat.

 

Dass dieses Reich komme, in unserm Umfeld, unserer Gemeinde, unserm Ort – dafür lasst uns beten, daran lasst uns mitarbeiten. Es ist das Ziel aller unsrer Sehnsucht.

 

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Pfr. Martin Gröschel

 

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